BMBF-gefördertes Verbundprojekt Forschung

Forschungsprojekt 2021–2025

Das Schäfersee-Verfahren® wurde von 2021 bis 2025 im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts wissenschaftlich begleitet und weiterentwickelt. Ziel des Projekts war es, die ökologischen und mikrobiellen Wirkungen des Verfahrens in unterschiedlich belasteten Gewässertypen systematisch zu untersuchen und technisch so weiterzuentwickeln, dass ein kontrollierter, dauerhafter Betrieb möglich wird.

Im Mittelpunkt standen dabei drei sehr unterschiedliche Projektgewässer: der Schäfersee in Berlin, der Fennsee in Berlin sowie das Jröne Meerke in Neuss. Gemeinsam bilden sie ein Spektrum von geschichtetem Stadtsee über hochbelastetes Regenwassergewässer bis hin zu einem künstlich angelegten Grundwassersee mit kleinem anoxischem Tiefenbereich.

Projektsteckbrief
Förderung: BMBF / KMU-innovativ
Laufzeit: 2021–2025
Partner: Büro Wassmann, TU Berlin
Förderkennzeichen: 02WQ1548A–B
Ergebnisdarstellung Phosphorreduktion

Zentrale Ergebnisse

Im Projekt konnte gezeigt werden, dass das Schäfersee-Verfahren® stark belastete Gewässerbereiche gezielt stabilisieren kann. In den untersuchten Gewässern wurden insbesondere Verbesserungen beim Sauerstoffhaushalt, beim Redoxpotenzial sowie bei der Unterbindung reduktiver Prozesse beobachtet. Dadurch konnten Faulgasbildung, Schwefelwasserstoffgeruch und kritische Belastungssituationen deutlich verringert werden.

Besonders im Schäfersee zeigten sich deutliche Veränderungen im Tiefenwasser: stabile positive Redoxbedingungen, ein deutlicher Rückgang der Phosphorgehalte sowie eine anhaltende Verbesserung der ökologischen Situation im behandelten Bereich. Im Jröne Meerke konnte das sommerlich reduzierte Tiefenmilieu stabilisiert werden. Am Fennsee zeigte sich, dass das Verfahren auch in einem hochbelasteten, flacheren Regenwassergewässer technisch kontrolliert und erfolgreich betrieben werden kann.

Abbildung zu Sauerstoff

Was im Projekt untersucht wurde

Die wissenschaftliche Begleitung umfasste chemische, mikrobiologische und technische Untersuchungen. Im Fokus standen unter anderem Sauerstoff, Redoxpotenzial, Nitrat, Ammonium, Phosphor und organische Belastungen im Wasser und Sediment. Ergänzend wurden Veränderungen in der mikrobiellen Gemeinschaft untersucht, um die langfristige Stabilität der Behandlung besser zu verstehen.

Ein zentrales Ergebnis des Projekts war, dass die Wirkung nicht auf einen einzelnen Gewässertyp beschränkt ist. Das Verfahren konnte sowohl in einem geschichteten Stadtsee als auch in kleineren oder flacheren Problemgewässern wirksam eingesetzt werden. Damit wurde aus einer zunächst standortspezifischen Lösung ein breiter anwendbares Verfahren zur ökologischen Stabilisierung stark belasteter Gewässer.

Veröffentlichungen, Schutzrechte und weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt, zu den wissenschaftlichen Abschlussberichten sowie zu Schutzrechten und zur öffentlichen Berichterstattung finden Sie über die folgenden Links. Ergänzend zur wissenschaftlichen Dokumentation ist die technische Grundlage des Verfahrens patentgeschützt; zudem ist der Name Schäfersee-Verfahren® als Marke des Büro Wassmann eingetragen.

Schutzrechte und Quellen
Europäisches Patent: EP3433211 B1
Marke: Schäfersee-Verfahren® ist eine eingetragene Marke des Büro Wassmann.

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