Verfahren zur Stabilisierung belasteter Gewässer Schäfersee-Verfahren®

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Worum es hier geht Gewässer, die als „hoffnungslose Fälle“ gelten

Das Schäfersee-Verfahren® richtet sich an hochbelastete Gewässer – teils innerstädtisch, teils vor allem durch Regenwasser belastet – bei denen die Gewässerunterhaltung seit Jahren ergebnislos diskutiert wird. Typisch sind dauerhaft hohe Sauerstoffzehrung, Geruchsereignisse und eine starke Belastung aus dem Sediment. In der Praxis werden diese Gewässer häufig „abgeschrieben“, weil einfache Maßnahmen den Kernprozess nicht treffen.

Häufig werden dann Einzelmaßnahmen vorgeschlagen: Schilfgürtel, Vorreinigungsstufen, Phosphorfällung, Fontänen oder einfache Belüftungsanlagen. Solche Ansätze können im Einzelfall sinnvoll sein – lösen aber in stark belasteten Stadtgewässern oft nicht die zentrale Ursache: die instabilen Redoxverhältnisse im Tiefenwasser und an der Sediment-Wasser-Grenze, aus denen Sauerstoffdefizite, Gerüche und interne Nährstofffreisetzung immer wieder neu entstehen.

Grundprinzip Prozessgesteuerte Stützung

Das Schäfersee-Verfahren® setzt gezielt an den Tiefenwasser- und Sedimentprozessen an. Durch eine gesteuerte Kombination aus Nitrat- und Sauerstoffeintrag werden die Redoxbedingungen stabilisiert und unerwünschte Reduktionsprozesse reduziert. Entscheidend ist dabei die technische Umsetzbarkeit: Betrieb und Wirkung werden über Monitoring nachvollziehbar dokumentiert.

Die Weiterentwicklung erfolgte in einem vierjährigen, BMBF-geförderten Forschungsprojekt (inklusive Verlängerung) und wurde in mehreren Gewässern unter Praxisbedingungen erprobt. Parallel wurden stationäre Anlagen als robuste Betriebslösungen weiterentwickelt.

Praxisbeispiele Von Geruchsbekämpfung bis Eutrophierungsreduktion

Im Forschungsprojekt wurden u. a. der Schäfersee (Berlin), der Fennsee (Berlin) sowie das Jröne Meerke (Neuss) als Demonstrationsgewässer bearbeitet. Ergänzend wurden stationäre Anlagen in der Praxis umgesetzt: z. B. im „Alten Schwimmbad“ Panketal (starker Schwefelwasserstoffgeruch im Sommer) und später weiterentwickelt am Fennsee (Regenwasserauffangbecken mit hoher Belastung) sowie am Jröne Meerke (Baggersee mit sommerlicher Anoxie im Tiefenwasser und zusätzlichen Nährstoffeinträgen u. a. durch starke Wasservogel-Nutzung).

Details zu den Standorten, der technischen Umsetzung und kurzen Projektsteckbriefen finden Sie unter Projekte. Das Funktionsprinzip ist unter Innovation erläutert.

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